16.11.2022 – DKG Onlinevortrag um 19:30 Uhr

Jean-Pierre Waldner – Aussaat von Kakteen im Beutel – meine Erfahrungen

Unser Referent erklärt, wie er zu dieser modernen Fleischer-Schütz-Methode gekommen ist. Er zeigt dabei ausführlich, welches Material er verwendet und wie er technisch vorgeht. Grundregeln und einige Tricks, die sich im Laufe der Jahre bewährt haben, werden auch nicht fehlen.

Besprechungs-ID und Passwort werden 30 Minuten vor Beginn der Vorträge im Online-Portal der DKG unter www.dkg.eu bekanntgegeben.

Quelle: https://www.dkg.eu/einladung-zum-online-meeting-der-dkg-am-16-november-2022-1930-h/

Zwei Kakteen suchen ein neues Zuhause

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese beiden großen Säulenkakteen suchen ein neues Zuhause.

Die Besitzerin hat uns um Vermittlung gebeten, da der Platz in ihrer Wohnung nicht mehr reicht.
Wer Interesse an den Pflanzen hat, kann sich gerne unter der Emailadresse

vermittlung[at]kakteenfreunde-muenster.de

an die Besitzerin wenden.

Eine kleine Blühsensation in Roxel.

Bei Franz Spreckelmeyer, dem ehemaligen Vorsitzenden der Kakteenfreunde Münster, kündigte sich bereits seit einiger Zeit eine kleine Blühsensation an. Neben seiner umfangreichen Kakteensammlung pflegt er auch andere Sukkulenten. Darunter seit ca. 30 Jahren auch einen Elefantenfuß, wie er im Deutschen genannt wird. Er bekam ihn als ca. 80 cm hohes Exemplar zu seinem 50. Geburtstag geschenkt. Die Zeit von Mai bis Ende Oktober verbringt diese Pflanze im Freien im Garten, für den Rest des Jahreslaufs muss sie wegen ihrer inzwischen stattlichen Größe und ihres Gewichts mit einer Sackkarre in den Wintergarten transportiert werden. An seinem Wildstandort in Mexiko wächst der Elefantenfuß zu bis zu 6 Meter hohen Bäumen heran, deren Stammdurchmesser bis zu 60 cm betragen kann. Als junges vielleicht 20 cm hohes Pflänzchen steht sie sicherlich bei so manchem Liebhaber sukkulenter Pflanzen auf der Fensterbank.

Durch ihren außergewöhnlichen Wuchs zieht sie dort alle Blicke auf sich. Aus ihrem kugeligen, später umgedreht keuligen Fuß sprießt – dem Wuchs einer junger Dattelpalme nicht unähnlich – ein Büschel langer, harter, grasartiger Blätter, die nach außen dekorativ nach unten hängen. Daher rühren auch sicher ihr weiteren Namen wie zum Beispiel Pony Tail Palm oder Palma culona. Verwandt ist sie aber mit den Palmen jedoch nicht, ihr nächster, hier bekannter Verwandter ist der Spargel. Der heute übliche lateinische Name Beaucarnea recurvata deutet auf die bogig herunterhängenden Blätter hin.

Nur den wenigsten gelingt es, sie hier im heimischen Klima zum Blühen zu bringen. Umso erfreuter war Franz Spreckelmeyer, als ihm dies jetzt schon zum zweiten Mal gelungen ist. Schon vor 11 Jahren zeigte sich zum ersten Mal der auffällige, fast einen Meter lange, von hunderten kleiner, weißer Blütchen besetzte Blütenstand an seinem Elefantenfuß. Aus dem damaligen Trieb bildeten sich dann im Laufe der folgenden Jahre drei neue Blattsprosse, die jetzt alle drei gemeinsam ihre riesigen Blütenstände entwickelten. Eine wunderbare Überraschung zum Ende eines außergewöhnlichen Sommers, der sicher seinen Teil zu dieser kleinen Sensation beigetragen hat.

Kakteen suchen ein neues Zuhause – gefunden !!!

Ein Münsteraner Kakteenfreund sucht für seine schönen, älteren Pflanzen wegen der Aufgabe des Hobbies ein gutes, neues Zuhause. Die Pflanzen sind bevorzugt komplett aber auch einzeln abzugeben. Auch das abgebildete Frühbeet mit Heizvorrichtung steht zum Verkauf sowie eine Menge Fachliteratur. Eine gute, günstige Gelegenheit zum Aufbau oder zur Ergänzung einer Sammlung. 
Preisgespräche bitte mit dem Besitzer führen, wir vermitteln nur.

Heinz Otto

ist bereits seit über einem Vierteljahrhundert aktives Mitglied bei den Kakteenfreunden Münster. Er wohnt in einem abseits gelegenen Haus in der münsterländischen Bauernschaft, wo er dank des Vermieters sein großes Gewächshaus der Fa. Voss im angrenzenden Garten aufstellen durfte.

Heinz, wie und wann begann Dein Interesse für Kakteen ?
Ich bin als Kind aufgewachsen in der ehemaligen DDR, wo das Interesse an diesen exotischen Gewächsen zwar groß, der Zugang zu diesen Pflanzen aber nicht so einfach war. Es gab eine ganze Reihe von Liebhabern, die ihre Kakteen selber aus Ablegern gezogen hatten und sie nun in der hellen Jahreszeit draußen hielten, sei es im Vorgarten auf dem Balkon oder  auf der Außenfensterbank. Bei denen muss ich mich heute noch entschuldigen, weil ich hier und da heimlich mal einen kleinen Ableger mitgenommen habe, um ihn selber weiter zu ziehen. In der Ausbildungszeit als Schlosserlehrling konnte ich mir von meinem Gehalt dann sogar einige Pflanzen leisten, die in Blumengeschäften feilgeboten wurden. Das Substrat wurde natürlich – wie von allen Kakteenliebhabern – selbst gemischt aus Flusssand, Maulwurferde, Kies und Blumenerde.

Schön, dass deine Eltern dein Hobby duldeten, aber du bist ja auch der Kindheit und dem Jugendanfang irgendwann entwachsen. Gab es da keinen Zeitmangel ? Lehre, Hobby und …
Ja klar, die Sturm- und Drangzeit ließ einen vieles vergessen und u.a. die Kakteen spielten nur noch eine untergeordnete Rolle, gab es doch im Bereich der Zweibeinigen viel Neues zu entdecken und es folgte eine schöne Zeit der Partnerschaft. Im Alter von ca. 28 Jahren erwachte das Hobby dann aufs neue und schnell füllten sich die Fensterbänke mit Kakteen. Die theoretische Beschäftigung wurde – wie bei sehr vielen – durch die Bücher von Walter Haage aus Erfurt möglich. Im Weiteren folgte dann das Pachten eines Schrebergartens, der dem typischen Problem dieses Hobbies, dem Platzmangel, durch ein Folienhaus Abhilfe schuf.

Konntest du denn deine ganzen Pflanzen in dem Folienhaus überwintern ?
Obwohl ich ja in einer großen Stadt wohnte, waren die Temperaturen im Winter trotzdem viel zu niedrig. Also hieß es, zweimal im Jahr einen Großtransport der Pflanzen zwischen Sommerfolienhaus und dem Überwinterungsdachboden im 4. Stock zu organisieren. Aber was nimmt man nicht alles für sein Hobby auf sich. Mit der politischen kam auch eine persönliche Wende für mich und ich bin nach Cochem umgezogen, wo ich meine Pflanzen glücklicherweise bei einem Freund auf dem Balkon unterbringen konnte. Nach einer Zeit der Neuorientierung im Westen habe ich dann 93 eine neue Stelle gefunden und bin in mein jetziges Zuhause in Sendenhorst umgezogen.
Gleichzeitig habe ich begonnen, mein Sammelgebiet auf Mammillarien zu konzentrieren, denen ich seitdem bis heute treu geblieben bin.

Da bist du ja immerhin im Münsterland gelandet, aber wie bist du zu uns, den Kakteenfreunden Münster gestoßen ?
Der damals nicht allzu entfernt wohnende Peter Ressel (Anm.: ein inzwischen leider verstorbenes Mitglied der Kakteenfreunde Münster), der auch Pflanzen verkaufte und schon früh Kontakt mit der Zentralen Arbeitsgemeinschaft ZAG der DDR hatte, hat mich in die Gruppe eingebracht. Durch den damaligen Vorsitzenden Horst Berk (Anm.: der leider ebenfalls inzwischen verstorben ist) wurde die Leidenschaft für die Mammillarien natürlich zusätzlich angeheizt, gab er doch dem direkten, persönlichen Kontakt mit dem AfM (Arbeitskreis für Mammillarienfreunde), der sich 1990 mit der ZAG vereint hatte, noch eine Extraportion Schub.

Schön, dass du uns und den Mammillarien über all die Jahre treu geblieben bist. Es ist schon eine besondere und interessante Vita, die du hier geschildert hast. Wie sehen denn deine Zukunftspläne aus ? Dein Ruhestand lässt dir jetzt ja mehr Zeit für deine Kakteenleidenschaft.
Als Nächstes steht eine Jubiläumsreise zu meinem runden Geburtstag an. Es geht – klar – endlich wieder mal nach Mexiko, in die Heimat der Mammillarien. Es ist immer wieder spannend, neue Vorkommen zu finden, zu sehen wie sich Standorte entwickeln, auch wenn leider etliche inzwischen durch Bau- und Rodungsmaßnahmen verschwunden sind.

Lieber Heinz, vielen Dank für die Zeit, die wir bei dir und deinen Kakteen verbringen durften. Wir wünschen dir viel Freude an deiner nächsten Erkundungsreise nach Mexiko und mögest du wieder ein Stückchen Glück von dort mitbringen. Das ist dir ja schon oft gelungen, wie die zahlreichen Hufeisen in deinem Gewächshaus bezeugen.

Alles Gute !

Kontaktotto(at)kakteenfreunde-muenster.de

Wer die Mammillariensammlung von Heinz Otto einmal besichtigen möchte, kann gerne Kontakt über die obige Email-Adresse aufnehmen.

Sommertreff 2022

Am 19. August hatten freundlicher Weise unsere Mitglieder Irmgard und Josef Brechmann ihre Terrasse als Veranstaltungsort für das diesjährige Sommertreffen zur Verfügung gestellt.
Leider konnten aus verschiedenen Gründen an diesem Tag nicht alle teilnehmen. Der Vorsitzende Rüdiger Bamberg konnte allerdings den Anwesenden von den meisten ganz herzliche Grüße überbringen. Da der angekündigte Regen ausblieb, konnten die Würstchen und selbst marinierten Schnitzelchen unseres Grillmeisters Josef zusammen mit den von den Gästen mitgebrachten Salaten und Broten draußen im Freien genossen werden. Es gab viel zu bequatschen und fachzusimpeln. Natürlich durfte auch eine Besichtigung der Gewächshäuser und Freilandbeete nicht fehlen, in die wir gerne auch einen Besuch beim direkten Nachbarn und ebenfalls Mitglied der Kakteenfreunde Werner Bruns einschlossen. Auch nach Rückmeldung der Gastgeber war es ein harmonischer und gelungener Abend. 

Jubiläumsausstellung mit Pflanzenbörse

 In diesem Jahr jährt sich das Bestehensjubiläum der Kakteenfreunde Münster zum 120. mal.
Aus diesem besonderen Anlass freuen wir uns, nach vierjähriger Pause (mitbedingt durch die Corona-Pandemie) wieder unsere traditionelle Kakteenausstellung mit Börse im Botanischen Garten der Universität Münster veranstalten zu können.

Zu sehen ist dort u.a. ein großes Schaubeet mit zahlreichen Dornenschönheiten, die neben ihren prächtig bewehrten Pflanzenkörpern auch ihre fantastische Blütenpracht präsentieren. 
Dazu bieten Mitglieder der Kakteenfreunde Interessierten und Begeisterten auf 20 m² eine Vielzahl verschiedenster Pflanzen aus ihrer Hobbyanzucht zu günstigen Preisen an. Selbstverständlich stehen wir während der Ausstellung gerne auch den Besucher*innen mit Rat und praktischen Tipps bei Fragen zur Kultur und Pflege dieser exotischen Schönheiten zur Seite. Erforderliches Spezialzubehör (Kakteensubstrat, Kakteentöpfe, etc.) bieten wir ebenfalls an, damit der Einstieg in das faszinierende Hobby leichter gelingt.

Die Öffnungszeiten der Ausstellung mit Börse sind:

04.06. – 06.06.2022 (Pfingstsamstag bis Pfingstmontag)

jeweils von 10:00 – 17:00

Wir bitten um die Beachtung der Hygienevorgaben des Botanischen Gartens, die das Tragen einer med. Maske in geschlossenen Räumen vorsieht.
Für „Vergessliche“ halten wir Masken zum Selbstkostenpreis bereit.
Bitte keine kranken Pflanzen zur Begutachtung mitbringen – stattdessen aussagekräftige Fotos.

Ein großes Ereignis kündigt sich an ..

Zu letzten Vorabsprachen für die anstehende Kakteenausstellung mit Börse im Botanischen Garten der Universität Münster traf sich am 15. Mai ein aktiver Kreis zum Arbeitsfrühstück beim Vorsitzenden. Nach einer dreijährigen Corona bedingten Pause kann diese weithin bekannte Veranstaltung endlich wieder stattfinden. Die Kakteenfreunde Münster freuen sich schon darauf, sich zum 120-jährigen Bestehen ihrer Gruppe endlich wieder einmal mit einem großen Schaubeet präsentieren zu können. Neben den letzten organisatorischen Absprachen war es natürlich auch schön, sich zumindest mit einem Teil der Gruppe wieder einmal live zu treffen. Die Fachsimpelei im Gewächshaus rundete das ertragreiche Zusammentreffen ab.

Schon einmal zum Vormerken:
Pfingsten (Samstag bis Montag) jeweils von 10:00 bis 17:00 in der Orangerie des Bot. Gartens