26.06. DKG Zoom-Vortrag „Kakteensuche in Bolivien“

Eine Rundreise durch Bolivien soll den Zuschauer in ein buntes Land entführen. Eine Kakteenvielfalt, die seines Gleichen sucht. Vom Tiefland im Osten bis zur Hochebene und den Flanken der Anden in 4000 Meter Höhe ist für jeden Kakteenliebhaber etwas dabei: epiphytische Kakteen, Lobivia, Sulcorebutia.

Referent: Cay Kruse
Freitag, 26. Juni 2020, 19:30 h
Besprechungs-ID: 975 2532 8829
Passwort: DKG
Zugangslink: https://zoom.us/j/97525328829…

Anschließend an diesen Vortrag findet die erste Online-Tauschbörse statt.

Toller Blütengruß zum Wochenende

Von Silke Budde erhielten die Kakteenfreunde Münster den Hinweis, dass im Augenblick eine Blütenexplosion in der Sammlung ihrer Echinopsen und Trichocereen zu vermelden ist. Anlass genug für den Vorsitzenden, die Einladung zu einem Besuch anzunehmen (zumal das Gewächshaus nicht weit entfernt steht). Neben den Trichos und Echinopsen sammelt die Kakteenliebhaberin auch noch Epiphyllen, die zahlreich in ihrem Bauerngarten hängen. Besonders schön, dass ihr Mann ihr Hobby unterstützt und genau so begeistert ist von den Kakteen und deren Blütenpracht, von der die unten stehenden Diaschau einen kleinen Eindruck vermittelt. Herzlichen Dank für den Einblick.

19.06. DKG Zoom Vortrag „Pterocactus“

Die Gattung Pterocactus

Die zehn beschriebenen Arten der Gattung und drei unbeschriebene, möglicherweise neue Arten werden vorgestellt. Ein erster Entwurf einer Bestimmungstabelle soll helfen, die Pflanzen leichter zu identifizieren. Auch Pflegehinweise werden gegeben.

Referent: Norbert Sarnes
Datum und Zeit: Freitag, 19. Juni 2020, 19:30
Besprechungs-ID: 995 3441 7444
Passwort: DKG
Zugangslink: https://zoom.us/j/99534417444…

Nichts für Schlafmützen …

… ist ein Selenicereus, dessen Blüte unser Kakteenfreund Franz Spreckelmeyer auf das Bild bannen konnte. Den meisten unter ihrem Deutschen Namen „Königin der Nacht“ bekannt, öffnet sie ihre prächtigen Blüten nur in der Nacht. Der lateinische Name bsechreibt die Pflanze treffend. „Selenicereus“ nach der Mondgöttin Selene, Cereus deutet auf den säuligen Wuchs der Triebe und „grandiflorus“ heißt übersetzt großblütig. Schließlich kann deren Durchmesser 30 cm und mehr betragen. Die Wetterbedingungen müssen passen und man muss das Gespür dafür haben, wann man sich gut ausgeruht (damit man nicht versehentlich einschläft) neben dem Kaktus  auf die Lauer legt, um die leider nur kurz andauernde, nächtliche Faszination einer voll geöffneten, wohlduftenden Blüte dieser ansonsten eher unansehnlichen Pflanze miterleben zu dürfen. Auf jeden Fall eine bleibende Erinnerung, die diese Mühen wert ist. Ein schönes Foto hält das Ereignis im Gedächtnis und ist Ansporn für das nächste Jahr.

Kein Gewächshaus, kein Blumenfenster – kein Problem !

Um erfolgreich Kakteen pflegen zu können bedarf es nicht unbedingt eines Gewächshauses, nicht eines Frühbeets, keines Balkons, Wintergartens oder Blumenfensters. Es genügt auch eine Außenfensterbank, wie man an den Bildern erkennen kann. Die abgebildeten Echinocereen in Blumenkästen bei unserem Kakteenfreund Rüdiger Bamberg erfreuen sich bereits seit über 10 Jahren bester Gesundheit und genießen die ganzjährige Frische auf einer nach Süden ausgerichteten Fensterbank, die durch einen kleinen Dachüberstand vor dauerhaftem Regen geschützt ist. Im Winter tragen die Pflanzen auch schon mal eine Schneehaube, die ihnen aber nicht schadet. Und auch gelegentlicher Regen stellt für die in grobes, rein mineralisches Substrat gepflanzten Kakteen kein Problem dar. Sie erfreuen den Betrachter ganzjährig auf der Außenfensterbank und erfordern dabei nur minimalen Pflegeaufwand, der gelegentliches Gießen und Düngen während der Vegetationsperiode umfasst.
Vielleicht ist dies ja eine Anregung für Kakteenliebhaber, die bisher noch keinen geeigneten Standort bei sich entdeckt haben.

Manche Kakteen sind Erbstücke

.. und an denen können viele Erinnerungen hängen. So wie an den beiden wunderschönen Echinopsen, die einem jungen Paar vor ca. 60 Jahren zu ihrer Verlobung geschenkt wurden. Verständlich, dass die Erbin es nicht übers Herz bringt, dass die Pflanzen, die ihre Eltern ein Eheleben lang begleitet haben, so einfach „entsorgt“ werden. Umso schöner, dass unser junger Kakteenfreund Johannes Röckmann sie in seine Sammlung aufgenommen hat und ihnen die gebührende Pflege zukommen lassen kann. Danke an die Erbin, die sich an uns gewandt hat und danke an den neuen Besitzer, der sich über die Pflanzen freut. Bei Zeiten wird sicher ein Blütenbild als Dankeschön und Erinnerung von ihm an sie geschickt werden. Mögen die Pflanzen auch in der neuen Heimat die Ehe begleiten und mit einer Vielzahl toller Blüten erfreuen.

Auch ohne Gewächshaus ..

.. kann man ein wunderschönes Kakteenbeet anlegen. Das geht allerdings nur mit einem deutlichen Aufwand, den unsere Kakteenfreunde Ulrike und Rainer Münzberg gerne auf sich genommen haben. Eine solche Anlage kann und muss auch über viele Jahre wachsen, wie mir die beiden bei einem köstlichen Stück Erdbeertorte und leckerem Kaffee (natürlich in Corona-Zeiten mit dem gebührenden Abstand) erzählten. Alleine der Aufbau des Untergrundes erforderte viel Muskelkraft, besteht er doch zum Teil bis zu einem Meter tief aus Gestein, um eine gute Dränage zu gewährleisten. Das große, direkt an die Terrasse angrenzende Beet bietet natürlich schon am frühen Morgen einen tollen ersten Anblick, wenn man in den Garten schaut. Durch die hervorragende Dränage können dort auch die etwas feuchtigkeitsempfindlicheren Kakteen im Freien überwintern. Logisch, dass da eine Erweiterung folgen musste, die wiederum tiefgründig vorbereitet und mit weiteren winterharten Kakteen bepflanzt wurde. Das bedeckende Gestein wurde im Laufe der Zeit nicht zuletzt als Urlaubserinnerung aus vielen Gegenden Deutschlands zusammengetragen.
Ein toller Kakteengarten, den man in Westfalen nicht so ohne weiteres erwarten würde. Danke für die Einladung zu Kaffee, Kuchen und den Einblick in einen wunderschönen Garten.

Sukkulenten wollen leben …

.. und nicht verzärtelt werden. Diese Erfahrung kann unsere Kakteenfreundin Monika Müller am bemerkenswerten Beispiel der beiden abgebildeten Glottiphyullum belegen.
Monika Müller: „Ich trennte die beiden vor etwa zwei Jahren von einer Mutterpflanze ab, etwa gleich groß. Die eine landete unter meinem Kakteentisch auf normaler Gartenerde, halbschattig. Der anderen wollte ich Besseres angedeihen lassen: Im Winter im Haus, unbeheizt, vor einem Südfenster ( im Gewächshaus könnte es ja zu kalt sein ), im Sommer auf der Sonnenterrasse. Dazu war sie in Bims mit etwas Lehm und Humus eingepflanzt. Welche ist auf dem Foto welche Pflanze? Richtig, die vergessene im Gewächshaus war durch den Topf durchgewurzelt, bestens ernährt und blühfreudig. Die andere kümmert so vor sich hin und hat auch noch Verbrennungen erlitten. Manchmal ist weniger halt mehr !“
Eine Erfahrung, die sicher weitere Kakteenliebhaber teilen können. Pflanzen benötigen ihnen zusagende Bedingungen und die stimmen nicht unbedingt mit der menschlichen Empfindung überein. Herzlichen Dank für den Erfahrungsbericht, der vielleicht manchen erlebten Misserfolg nachträglich erklären kann.