Lothar Lühr: Argentinien

 

 

 

 

 

Über seine Reise durch Argentinien berichtete Lothar Lühr an diesem Abend in seinem reich bebilderten Vortrag.
Das riesige Areal dieses südamerikanischen Staates beherbergt auf Grund der vielen unterschiedlichen Landschaften eine abwechslungsreiche Vielfalt von Kakteen.

 

Bilder: Photomakers und Wikipedia

Das Anden ABC – 1.Teil


Roland Reith, der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Asclepias, berichtete im Rahmen eines reich bebilderten Vortrages über den ersten Teil seiner Reise durch das südamerikanische Dreiländereck Argentinien, Bolivien und Chile.
Neben faszinierenden Aufnahmen der Kakteenflora gab es auch eine Reihe mit südamerikanischer Musik unterlegte Videos und Animationen, die den Besuchern der Veranstaltung einen lebendigen Eindruck der Atmosphäre dieser Landschaft zu vermitteln vermochte. Wir freuen uns schon jetzt auf den zweiten Teil dieses Vortrages im  nächsten Jahr.

Portulakgewächse

Über die nahezu in der ganzen Welt verbreiteten Portulacaceae informierte Herr Dr. Klaus Beckmann (Vorsitzender der Kakteengruppe Marl) mit seinem reich bebilderten Vortrag. Das Hauptverbreitungsgebiet dieser  nicht allzu häufig gesammelten Pflanzen ist die Südhalbkugel der Erde. Viele ihrer ca. 500 Arten zeigen mehr oder weniger ausgeprägte Sukkulenz. Insbesondere bei den caudiciformen Pflanzen offenbart sich ihr Schönheit und ihr besonderer Reiz zur Blütezeit. Ein in dieser Gattung häufig vertretenes Merkmal ist zudem die Kleistogamie, d.h. es können in der  Blüte, die sich nur besten Witterungsbedingungen öffnen, auch im geschlossenen Zustand selbstfertil Samen ausgebildet werden. Insbesondere dieses Verhalten führte Dr. Beckmann dazu, sich näher mit dieser vielgestaltigen Gattung zu beschäftigen. Hinzu kam eine mit seiner beruflichen Tätigkeit zu vereinbaren Blütezeit. Die Anwesenden genossen einen überaus interessanten, dabei kurzweiligen Vortrag über die Portulakgewächse.

Royal Botanic Gardens Kew

Der ursprünglich geplante Vortrag des Orchideenzüchters Sven Mönningmann musste aus persönlichen Gründen entfallen und wird sicherlich zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Stattdessen präsentierte Rüdiger Bamberg in einem reich bebilderten Vortrag die Botanischen Gärten im Londoner Stadtteil Kew.  Schwerpunkte waren dabei die beeindruckenden viktorianischen Gewächshäuser und natürlich das moderne Conservatory zu Ehren der Princess of Wales, in dem aus vielen Klimaten der Erde Pflanzen gezeigt und erhalten werden. Besonders ging der Referent dabei auf  die darin enthaltene Orchideensammlung ein, um dem ursprünglich geplanten Thema ein wenig nahe zu kommen.

Mitgliedervollversammlung

Pünktlich um 20:00 eröffnete der Vorsitzende die jährliche Vollversammlung, die zahlreich besucht wurde. Erster wichtiger Tagesordnungspunkt war die Ehrung treuer Mitglieder. An Gisela Landtreter konnte eine Urkunde für 25 jährige Mitgliedschaft übergeben werden. Weiteren Geehrten werden ihre Urkunden bei anderer Gelegenheit übergeben. Die Genehmigung des Protokolls sowie die Berichte über das Geschäftsjahr 2017 verliefen ohne Probleme, so dass der Vorstand insgesamt entlastet wurde. Auch die Wahlen verliefen unproblematisch. Die Amtszeit der Kassenprüfer wurde verlängert. Als neue Schriftführerin wurde Ursula Keckevoet in ihr Amt eingeführt. Nach 18 Jahren verdienstvoller Tätigkeit gab Franz Spreckelmeyer den Vorsitz der Gruppe in die Hand von Rüdiger Bamberg ab. Aus Zeichen des Dankes wurde der scheidende Vorsitzende zum Ehrenvorsitzenden ernannt und erhielt vom neuen Vorsitzenden ein besonderes „Kakteenbuch“, in das alle Mitglieder ihren Dank und guten Wünsche hineinlegen dürfen. Im Anschluss an die Versammlung wurde ein Fotobericht aus den Gewächshäusern des Botanischen Gartens Berlin 2017 gezeigt.

Der Blick zurück auf 2017

Das gerade zu Ende gegangene Jahr 2017 hatte den Kakteenfreunden viele interessante Vorträge, gemeinsame Feiern und besondere Veranstaltungen geboten. Darunter waren so manche Highlights mit ganz besondere Erinnerungen. Es lohnte sich an diesem Abend also, das vergangene Jahr mit vielen Erinnerungsbildern noch einmal Revue passieren zu lassen und sich gemeinsam daran zu erfreuen.

Namaqualand, die Sukkulentenkaroo

Dr. Klaus Beckmann (Vorsitzender der DKG-Ortsgruppe Marl) stellte mit einem Video die namentlich wenig bekannte Region Namaqualand in Südafrika vor. Es ist ein umfassendes Gebiet links und rechts des Oranje, das sich vorwiegend über die Kapprovinz und Namibia erstreckt. Den größten Teil des Jahres präsentiert sie sich auf Grund extrem geringer Niederschläge als scheinbar leblose Wüstenregion. Einmal im Jahr etwa in den Monaten August / September kann sich diese Einöde in eine bis an den Horizont blühende, vor Fruchtbarkeit strotzende Landschaft verwandeln – vorausgesetzt der spärliche Regenfall hat eingesetzt und die Temperaturen haben die für die Keimung und das Wachstum notwendigen Werte erreicht. Im Film wurde dieser Kontrast zwischen erbarmungsloser Trockenheit mit allen ihren Folgen für Pflanzen, Tiere und Menschen und der überquellende Reichtum zum Zeitpunkt der Wüstenblüte deutlich sichtbar.

Perú – Land, Leute und vorwiegend sukkulente Pflanzen

Dr. Jörg Ettelt, bekannt als Präsident der Fachgesellschaft andere Sukkulenten, berichtete in seinem Bildvortrag von einer einige Jahre zurückliegenden Reise, die er mit Sukkulentenfreunden unternommen hatte. Bei dem Referat ging es natürlich nicht nur um Kakteen und andere Sukkulenten, die in dem südamerikanischen Perú überaus reichlich vorkommen, sondern eben auch um das Land, seine nativen Einwohner und deren bis in die heutige Zeit geretteten Kultur. Seine Fahrt führte auf teils sehr abenteuerlichen Routen auf schlechten Wegstrecken durch den wenig erschlossenen Norden des Landes. Mit zahlreichen Bildern und lebendigen Berichten von persönlichen Erfahrungen und Begegnungen gespickt, verging die Zeit des Vortrages wie im Fluge. Vielen Dank für diesen Beitrag. 

Chemischer Pflanzenschutz, aber richtig !

Dr. Thomas Brand, leitender Mitarbeiter und Sachverständiger für Pflanzenschutz der Landwirtschaftskammer Niedersachsen hielt einen Fachvortrag über den sinnvollen und fachgerechten Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel immer mit dem Focus auf die Kultur von Kakteen und anderen Sukkulenten. Wenn auch der eine oder andere Punkt bei manchen schon bekannt gewesen sein mag, so war der Generalüberblick über Pflanzenschutz im Allgemeinen und der spezielle Teilaspekt des Chemischen Pflanzenschutzes für alle sehr erhellend. Entlang einer Variation des Vortragsmottos „Chemischer Pflanzenschutz ? – Aber … integriert/legal/sicher/wirksam“ wurden alle Besucher an die zahlreichen Facetten dieses umfangreichen Fachgebietes herangeführt und werden sicher den einen oder anderen Hinweis gerne als Anregung für den eigenen Umgang mit dem Thema Pflanzenschutz aufnehmen.
An diesem Abend konnte der Vorsitzende der Kakteenfreunde Münster zudem als neues Mitglied Herrn Nöth begrüßen. Herzlich Willkommen in unserem Kreis. Viel Freude und Erfolg bei der Ausübung dieses interessanten und vielfältigen Hobbies !

Lithops – in Natur und Kultur

Im Zentrum des Bildervortrages von Herbert Thiele standen dieses Mal die kleinen Lithops aus der Familie der Aizoaceae, deren Heimat die ariden Gebiete Südafrikas sind. Der Name ist griechischen Ursprungs und bedeutet soviel wie „steinähnlich“, weshalb die Pflanzen auch „Lebende Steine“ genannt werden. Manche nennen sie wegen ihrer besonderen Wuchsform sogar liebevoll „Hottentotten-Popo“.

In seinem kurzweiligen und interessanten Vortrag stellte der Referent vorab die Historie der Entdeckung sowie der Nomenklatur bis hin zu den Cole-Nummern dieser außergewöhnlichen Pflanzen dar. Bei der Kultur dieser hochsukkulenten Pflanzen gilt es, die natürliche Vegetationsperiode zu beachten, die sie – bedingt durch ihre lange Entwicklungsgeschichte – nicht auf die zeitlich entgegengesetzten, klimatischen Verhältnisse der nördlichen Hemisphäre umzustellen vermögen. Somit wird die erfolgreic

he Kultur der Lithops bestimmt durch den Zeitpunkt der Loben-Neubildung  (Loben = das einzige Blattpaar) sowie den Zeitpunkt der Blüte, wie Herbert Thiele eindrucksvoll darlegte.  Den Abschluss seines Vortrages bildete eine alphabetisch geordnete Zusammenfassung der natürlichen Arten mit den zugehörigen Standortfaktoren sowie einiger Zuchthybriden, die sich durch besondere Farben oder Muster auszeichnen.
Ein besonderer Vorteil dieser kleinen, hochsukkulenten Pflanzen ist, dass eine vollständige Sammlung kaum mehr als einen Quadratmeter Platz in Anspruch nimmt.

Eine Übersicht der Standorte mit Fotos der Art bietet die folgende > Interaktive Karte.