Mammillarien in Nordmexiko (Teil 2)

Der bekannte Mammillarienspezialist Heinz Otto zeigte in seinem reich bebilderten Reisevortrag, der an den letztjährigen Bericht anknüpfte, auch etliche Mammillarien aus dem Norden Mexikos. Einige von ihnen hatte er gerade erst vor wenigen Wochen an ihren Standorten fotografiert und konnte so den Vortrag für die Anwesenden ganz besonders lebendig und aktuell gestalten. Zusätzlich zu den zum Teil nur winzigen Mammillarienpflanzen gab es tolle Aufnahmen der Begleitflora zu sehen. Auch an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank für den beeindruckenden Vortrag.

 

Die Orchideengattung Dracula

Der diesjährige Blick über den Topfrand führte die Kakteenfreunde in die Familie der Orchideen, die weltweit verbreitet ist und nach den Korbblütlern die zweitgrößte Familie der bedecktsamigen Blütenpflanzen darstellt. Unter den vielen Arten gibt es einige, die praktisch jedem bekannt sind, aber auch einige Kuriositäten. Hierzu zählt z.B. die Dracula, deren Blüten dem menschlichen Gehirn einen Streich spielen, rufen etliche von ihnen doch den Eindruck eines gefährlich dreinschauenden Affengesichtes hervor.

Der Referent Jörg Kasprowski berichtete in seinem beeindruckenden Bildervortrag über die Gattung Dracula, der er sich mit seinem Hobby schwerpunktmäßig verschrieben hat Zudem gab es zahlreiche Tipps zu einer gelingenden Kultur unter den ihm zu Hause möglichen Bedingungen. Diese erbringen großartige Ergebnisse, wie die zahlreichen  Blütenbilder (z.B. das der abgebildeten Dracula woolwardii, die in Ecuador in Höhenlagen von 1200 – 1800 m beheimatet ist) deutlich machten.  Freundlicher Weise stellte er eine Zusammenfassung seiner Kenntnisse und Erfahrungen als PDF-Dokument zur Verfügung.

Einblicke in die Züchtung von Kakteenhybriden

Dr. Andreas Mordhorst, der sich bereits seit vielen Jahren intensiv der kontrollierten Züchtung von Kakteenhybriden widmet, berichtete über seine Arbeit. Er ist unter anderem Mitglied der Arbeitsgruppe Echinopsis Hybriden bei der DKG und hat zu diesem komplexen Thema auch bereits publiziert. Die Zuhörer lauschten den Ausführungen zu den intra- und intergenerischen Hybriden sowie deren Klassifikation.
Neben der Erläuterung der wissenschaftlichen Dimension dieses Spezialgebietes, aber auch mit einem durchaus kritischen Anspruch an die Durchführung dieser Arbeit zeigte er neben einer Vielzahl  faszinierender Aufnahmen von seinen beeindruckenden Zuchterfolgen auch die anderer (Auf-)Züchter.
Die lebhafte Diskussion während und im Anschluss an den Vortrag belegte das rege Interesse der Anwesenden.

Das Anden ABC Teil 2

Roland Reith, Vorsitzende der Interessengemeinschaft Asclepias, hinterließ bei den Anwesenden mit faszinierenden Aufnahmen des zweiten Teils seiner Reisedokumentation erneut einen bleibenden Eindruck. Die dargebotene Mischung aus Fotos verschiedener, sehr großer und sehr alter Kakteen, die überwiegend den Gattungen Trichocereus, Oreocereus, Parodia, Opuntia und Gymnocalycien zuzurechnen waren, vor einer atemberaubenden Kulisse verschiedenfarbigster Gebirgsstrukturen in einer noch unverfälschten Natur zog alle in ihren Bann. Hinzu kamen gelegentlich eingestreute Panoramavideos mit passend unterlegter, landestypischer Musik, die den Endruck noch intensivierten,  sodass man sich zeitweise in die bereisten Länder versetzt fühlen konnte. Danke für den beeindruckenden Vortrag.

Jörg Ettelt: Pflanzen meiner Sammlung

Dr. Jörg E. Ettelt, Präsident der Fachgesellschaft andere Sukkulenten (FGaS), zeigte in seinem überaus interessanten Vortrag in schönen Fotos besondere Exemplare seiner umfangreichen Sammlung, die durch einige hinzugenommene Bilder ergänzt wurden.  Im alphabetischen Durchgang von Aeschynanthus bis Tylecodon wurden viele teils wenig bekannte Gattungen und Arten vorgestellt, die mit teils faszinierenden Blüten und zugehörigen  Bestäubungsmechanismen aufwarten. Schwerpunkte bildeten dabei Pflanzen aus den Gattung Asclepiadoideae und Aizoaceae. Dazu gab es noch eine Reihe hilfreicher Kulturtipps sowie Informationen über die Herkunft der Pflanzen. Wir freuen uns schon auf einen weiteren zukünftigen Vortrag des Referenten zu einem anderen Thema. 

Heinz Otto zum Thema Mammillarien

Der bekannte Mammillarien-Spezialist Heinz Otto berichtete über seine erst kürzlich durchgeführte Kakteenreise, die ihn durch den Norden Mexikos führte. In zahlreichen Bildern konnte man sich einerseits ein gutes Bild machen von den Standorten aber auch von den vielen dort anzutreffenden Kakteen, die überwiegend aus der Gattung Mammillaria stammten, daneben gab es aber auch Bilder von Thelokakteen, Echinocereen, Epithelanthen und Astrophyten im Habitat. Bedauerlicherweise musste auf Blütenbilder weitgehend verzichtet werden, weil in diesem Jahr eine extreme Dürre in dem bereisten Gebiet herrschte. Zu einem späteren Zeitpunkt wird der Referent im zweiten Teil seines Reiseberichts unter anderem auch über eine neu beschriebene Agavenart berichten.

Prag: Botanischer Garten und mehr

Als kurzfristiger Ersatz für das ursprünglich vorgesehene, in den  November verschobene Referat gab es einen Bildervortrag über den überaus sehenswerten Botanischen Garten Prag. In Erweiterung zeigte der Referent Rüdiger  Bamberg zusätzlich noch eine Reihe fotografischer Impressionen aus der an der Moldau gelegenen Tschechischen Hauptstadt.

Lothar Lühr: Argentinien

 

 

 

 

 

Über seine Reise durch Argentinien berichtete Lothar Lühr an diesem Abend in seinem reich bebilderten Vortrag.
Das riesige Areal dieses südamerikanischen Staates beherbergt auf Grund der vielen unterschiedlichen Landschaften eine abwechslungsreiche Vielfalt von Kakteen.

 

Bilder: Photomakers und Wikipedia

Das Anden ABC – 1.Teil


Roland Reith, der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Asclepias, berichtete im Rahmen eines reich bebilderten Vortrages über den ersten Teil seiner Reise durch das südamerikanische Dreiländereck Argentinien, Bolivien und Chile.
Neben faszinierenden Aufnahmen der Kakteenflora gab es auch eine Reihe mit südamerikanischer Musik unterlegte Videos und Animationen, die den Besuchern der Veranstaltung einen lebendigen Eindruck der Atmosphäre dieser Landschaft zu vermitteln vermochte. Wir freuen uns schon jetzt auf den zweiten Teil dieses Vortrages im  nächsten Jahr.

Portulakgewächse

Über die nahezu in der ganzen Welt verbreiteten Portulacaceae informierte Herr Dr. Klaus Beckmann (Vorsitzender der Kakteengruppe Marl) mit seinem reich bebilderten Vortrag. Das Hauptverbreitungsgebiet dieser  nicht allzu häufig gesammelten Pflanzen ist die Südhalbkugel der Erde. Viele ihrer ca. 500 Arten zeigen mehr oder weniger ausgeprägte Sukkulenz. Insbesondere bei den caudiciformen Pflanzen offenbart sich ihr Schönheit und ihr besonderer Reiz zur Blütezeit. Ein in dieser Gattung häufig vertretenes Merkmal ist zudem die Kleistogamie, d.h. es können in der  Blüte, die sich nur besten Witterungsbedingungen öffnen, auch im geschlossenen Zustand selbstfertil Samen ausgebildet werden. Insbesondere dieses Verhalten führte Dr. Beckmann dazu, sich näher mit dieser vielgestaltigen Gattung zu beschäftigen. Hinzu kam eine mit seiner beruflichen Tätigkeit zu vereinbaren Blütezeit. Die Anwesenden genossen einen überaus interessanten, dabei kurzweiligen Vortrag über die Portulakgewächse.