„Unbekanntere“ Mammillarien

Unser Gruppenmitglied Heinz Otto, Spezialist für Mammillarien berichtete in seinem Bildervortrag über seine Mexikoreise von 2015. Seine spätere Reise, über die er ursprünglich berichten wollte, musste er aus gesundheitlichen Gründen leider vorzeitig beenden.
Dies tat dem Vortrag über die Kakteenwelt Mexikos jedoch keinen Abbruch. Die zahlreichen, brillanten Fotos nicht nur von Mammillarien sondern auch von Aztekium, Neolloydia, Gymnocactus, Echinocactus, Thelocactus und weiteren entschädigten die Zuhörer vollauf. Und auch einige unbekanntere, in Sammlungen nur selten vertretenen Raritäten waren dabei, wie z.B. Mammillaria manana (s. Foto), die von Charles Glass entdeckt und beschrieben wurde. Die zahlreichen Blütenfotos wurden unterstützt von Bildern der Standorte, die die grandiose Landschaft, in der diese Sukkulenten wachsen, eindrucksvoll zeigte.

Nepal – Am Fuße des Himalaya

Roland Reith, weitgereister Präsident der Unterabteilung IG Ascleps der FGaS (Fachgesellschaft andere Sukkulenten) stellte in seinem Bildervortrag ein noch weitgehend unbekanntes Land vor, das durch die Unberührtheit seiner Natur und Kultur außerhalb der wenigen Großstädte fasziniert. Die fantastischen Aufnahmen entführten gemeinsam mit den Worten von Roland Reith in eine exotisch anmutende Welt, die durch ihre ganzjährig schneebedeckten Achttausender, die überall präsenten Stupas (s. Bild) des Buddhismus und von absolut einsam gelegenen Städten und Dörfern geprägt ist. Der Vortrag hinterließ bei allen Besuchern fantastische Eindrücke, auch wenn schnell klar wurde, das die gezeigte Landestour angesichts der mit ihr verbundenen körperlichen Strapazen wahrscheinlich keine Nachahmer bei den Anwesenden finden wird.

 

Auf Kakteensuche in Argentinien

Dr. Detlev Metzing, der am Institut für Biologie und Umweltwissenschaften der Universität Oldenburg tätig ist, den meisten Kakteenfreunden aber wohl eher als Artenschutzbeauftragter der DKG sowie als Buchautor ( „Nacktdistel und Spinnenkaktus – die Gattung Gymnocalycium“ bekannt ist, berichtete über seine Reise durch Argentinien. Der reich bebilderte und wie immer sehr aufschlussreiche Fachvortrag zur Kakteenflora des fernen südamerikanischen Staates beeindruckte die Anwesenden. Im offiziellen Teil des Abend wurde Lothar Wieneke vom Vorsitzenden nachträglich für seine 25-jährige Zugehörigkeit zu den Münsteraner Kakteenfreunden geehrt.

Kakteenreise durch Chile

Unser Mitglied Lothar Lühr berichtete von seiner letzten Reise durch Chile, die ihn speziell entlang der Küstenlinie zu den Standorten vieler südamerikanischer Kakteen führte. Neben den zahlreichen Bildern verschiedenster Copiapoen, Eriosycen (unter denen heute eine Reihe ehemaliger Gattungen zusammengefasst werden), Eulychnien und Opuntien gab es natürlich auch Bilder anderer Blütenpflanzen sowie Fotos der faszinierenden Landschaft und gelegentlich auch kleiner Reptilien, Guanacos und Füchsen zu bestaunen.
Weitere Informationen über die Kakteen Chiles finden sich im E-Buch > Cactaceas Chilenas.

Jahreshauptversammlung

Vor der Hauptversammlung der Kakteenfreunde Münster berichtete Dagmar Malwitz unter dem zusammenfassenden Titel „Inseln am anderen Ende der Welt“ im Rahmen eines interessanten und spannenden Bildervortrages über einige ihrer zahlreichen Reisen zu allen Kontinenten der Erde, die sie im Laufe der Jahre unter anderem zu den Galapagos-Inseln, nach Grönland, zu den Osterinseln, der Gruppe der Falklandinseln und auch nach Japan geführt hat.

Im Anschluss daran führte der Vorsitzende Franz Spreckelmeyer durch die Vollversammlung, in deren Verlauf unter anderem auch einige Mitglieder für ihre langjährige Vereinszugehörigkeit geehrt werden konnten.
Für 35-jährige Mitgliedschaft erhielten Ursula Keckevoet und Dieter Landtreter aus seinen Händen ihre Urkunde. Lothar Wieneke, der leider verhindert war, wurde für seine 25-jährige Zugehörigkeit geehrt und wird die Urkunde bei nächster Gelegenheit überreicht bekommen. Zum Abschluss wurde schließlich über die bald anstehende Fahrt nach Berlin gesprochen.

Botanik & mehr …

la-aqDer Referent Dr. Klaus Beckmann berichtete in seinem durch animierte Bilder und Videosequenzen unterstützten Vortrag über seine Reise vom küstennahen Los Angeles (US-Bundesstaat California) zum im Inland gelegenen Albuquerque (US-Bundesstaat New Mexiko). Dabei kamen neben den zahlreichen gezeigten Sukkulenten auch die übrige Fauna und Flora ebenso wenig zu kurz wie Historie und Landschaft in den bereisten ariden Wüstengebieten. Besonders faszinierten die Bilder der „Belly Flowers“, also jener Pflanzen, die man wegen ihrer Kleinheit auf dem Bauch liegend fotografieren muss.

Sukkulenten am Wegesrand

malle13-167Unser Mitglied Dieter Landtreter zeigte in seinem bebilderten Vortrag Pflanzenschätze, die beweisen, dass sich bei genauem Hinschauen auch auf der beliebten Mittelmeerinsel Mallorca nicht nur im Blumentopf oder Kübel sondern auch frei wachsend am Rand von Straßen und Wegen sowohl zahlreiche Kakteen als auch andere Sukkulenten finden lassen. Das milde mallorquinische Klima lässt es zu, dass neben den heimischen Arten auch sehr viele fremde Sukkulenten aus Amerika, Afrika und Asien auf der Insel eine neue Heimat gefunden haben. Am bekanntesten sind neben den imposanten Agaven und Euphorbien auch die schön blühenden Aloen sowie die überall anzutreffenden Opuntien. Deren dornenarme Form wurde vor allem als ertragreiche, dabei aber genügsame Nutzpflanze eingeführt. Ihre rasche Verbreitung rührt daher, dass aus praktisch jedem achtlos weggeworfenen Blatt schon nach sehr kurzer Zeit eine mächtige Pflanze entsteht. Und bei der Verbreitung der Samen durch Vögel entstehen dann auch wieder dornentragende Formen.

Flora Äthiopiens und mehr ..

katz-aethiopienUlrich Katz, Gärtnermeister des Botanischen Gartens der Universität Bochum berichtete dieses Mal über seine abenteuerliche Rundreise durch Äthiopien, die ihn 2004/05 zu vielen Naturstandorten von Pflanzen geführt hat. Die gezeigten, Bilder über das wenig bekannte, sehr interessante Land mit Darstellungen von Sukkulenten, Orchideen und anderen Pflanzen beeindruckten die Besucher des Vortrages sehr. Auf Grund der extremen Witterungsbedingungen mit  Tagestemperaturen um 30°C sowie Nachttemperaturen von – 20°C hat sich eine besondere Fauna und Flora entwickelt, die im Laufe der Enwicklung zu einer Vielzahl endemischer Pflanzen geführt hat. Besondere Beachtung fand bei den Kakteenfreunden der Bericht über die meterhohen Lobelienbäu240px-Ethiopia_on_the_globe_(Africa_centered).svgme (Lobelia rynchopetalum), die dem Großteil der Anwesenden nicht bekannt waren.
Neben den Pflanzen kamen aber auch die Bevölkerung und deren Kultur n
icht zu kurz. So faszinierten die Aufnahmen der Jahrhunderte alten, aus dem Fels herausgeschlagenen Kirchen für die nahezu rein katholische Bevölkerung sowie beeindruckende Fotos der schönen Städte, die Ulrich Katz mit seiner Frau während der Exkursion durchfuhr.

South-Dakota und Wyoming

bekDr. Klaus Beckmann aus Marl berichtete in zwei Videovorträgen von seiner USA-Reise im Herbst des vergangenen Jahres, die ihn nach Süd-Dakota und anschließend in den Yellowstone Nationalpark geführt hatte. Besonders eindrucksvoll im ersten Teil die Darstellungen der geschichtsträchtigen Monumente, wie z.B. des Mount Rushmore, das gerade 75 Jahre alt geworden ist, sowie der zahlreichen Gedenkstätten, die mit den Einwanderern und den Ureinwohnern, die vorrangig den Sioux zuzuordnen sind, in South-Dakota überall die Historie offenbaren. Im zweiten Teil beeindruckten natürlich die zahlreichen Naturbilder aus dem ältesten Nationalpark der Welt, des nach dem Yellowstone-River benannten Parks in Wyoming. Neben dem überall zu spürenden Vulkanismus mit seinen Geysiren und Calderas findet sich dank der Schutzmaßnahmen eine weitgehend unberührte Flora und Fauna in einer schier endlosen Landschaft.

Agapanthus – eine kleine aber feine Gattung

agapanthusMartin Pflaum, Inhaber der Dormagener Spezialgärtnerei Agapanthusfarm, hielt ein sehr interessantes Referat über die aus dem südlichen Afrika stammende Gattung Agapanthus, die hierzulande auch als Liebesblume (gr: agape = Liebe) oder Schmucklilie) bekannt ist. Von ihr gibt es etwa 7 Arten mit inzwischen über 1000 Hybriden, die jedes Sammlerherz höher schlagen lassen.  Die prächtige Blühstaude muss in ihrer Heimat mit ganz geringen Niederschlagsmengen auskommen und passt von daher durchaus zu den Sukkulenten, zumal auch ihre Überwinterung denen der Kakteen praktisch gleicht. Es gibt kleine, sehr große, panaschierte, einziehende und immergrüne Sorten mit Blütenfarben zwischen weiß und blau sowie unterschiedlich gefärbten Staubgefäßen, so dass für alle Ansprüche die richtige Hybride dabei sein dürfte. Zur direkten Veranschaulichung hatte Martin Pflaum nicht nur zahlreiche Bilder sondern natürlich auch Originalpflanzen aus seiner inzwischen 320 Sorten umfassenden Sammlung mitgebracht.