Manche Kakteen sind Erbstücke

.. und an denen können viele Erinnerungen hängen. So wie an den beiden wunderschönen Echinopsen, die einem jungen Paar vor ca. 60 Jahren zu ihrer Verlobung geschenkt wurden. Verständlich, dass die Erbin es nicht übers Herz bringt, dass die Pflanzen, die ihre Eltern ein Eheleben lang begleitet haben, so einfach „entsorgt“ werden. Umso schöner, dass unser junger Kakteenfreund Johannes Röckmann sie in seine Sammlung aufgenommen hat und ihnen die gebührende Pflege zukommen lassen kann. Danke an die Erbin, die sich an uns gewandt hat und danke an den neuen Besitzer, der sich über die Pflanzen freut. Bei Zeiten wird sicher ein Blütenbild als Dankeschön und Erinnerung von ihm an sie geschickt werden. Mögen die Pflanzen auch in der neuen Heimat die Ehe begleiten und mit einer Vielzahl toller Blüten erfreuen.

Auch ohne Gewächshaus ..

.. kann man ein wunderschönes Kakteenbeet anlegen. Das geht allerdings nur mit einem deutlichen Aufwand, den unsere Kakteenfreunde Ulrike und Rainer Münzberg gerne auf sich genommen haben. Eine solche Anlage kann und muss auch über viele Jahre wachsen, wie mir die beiden bei einem köstlichen Stück Erdbeertorte und leckerem Kaffee (natürlich in Corona-Zeiten mit dem gebührenden Abstand) erzählten. Alleine der Aufbau des Untergrundes erforderte viel Muskelkraft, besteht er doch zum Teil bis zu einem Meter tief aus Gestein, um eine gute Dränage zu gewährleisten. Das große, direkt an die Terrasse angrenzende Beet bietet natürlich schon am frühen Morgen einen tollen ersten Anblick, wenn man in den Garten schaut. Durch die hervorragende Dränage können dort auch die etwas feuchtigkeitsempfindlicheren Kakteen im Freien überwintern. Logisch, dass da eine Erweiterung folgen musste, die wiederum tiefgründig vorbereitet und mit weiteren winterharten Kakteen bepflanzt wurde. Das bedeckende Gestein wurde im Laufe der Zeit nicht zuletzt als Urlaubserinnerung aus vielen Gegenden Deutschlands zusammengetragen.
Ein toller Kakteengarten, den man in Westfalen nicht so ohne weiteres erwarten würde. Danke für die Einladung zu Kaffee, Kuchen und den Einblick in einen wunderschönen Garten.

Sukkulenten wollen leben …

.. und nicht verzärtelt werden. Diese Erfahrung kann unsere Kakteenfreundin Monika Müller am bemerkenswerten Beispiel der beiden abgebildeten Glottiphyullum belegen.
Monika Müller: „Ich trennte die beiden vor etwa zwei Jahren von einer Mutterpflanze ab, etwa gleich groß. Die eine landete unter meinem Kakteentisch auf normaler Gartenerde, halbschattig. Der anderen wollte ich Besseres angedeihen lassen: Im Winter im Haus, unbeheizt, vor einem Südfenster ( im Gewächshaus könnte es ja zu kalt sein ), im Sommer auf der Sonnenterrasse. Dazu war sie in Bims mit etwas Lehm und Humus eingepflanzt. Welche ist auf dem Foto welche Pflanze? Richtig, die vergessene im Gewächshaus war durch den Topf durchgewurzelt, bestens ernährt und blühfreudig. Die andere kümmert so vor sich hin und hat auch noch Verbrennungen erlitten. Manchmal ist weniger halt mehr !“
Eine Erfahrung, die sicher weitere Kakteenliebhaber teilen können. Pflanzen benötigen ihnen zusagende Bedingungen und die stimmen nicht unbedingt mit der menschlichen Empfindung überein. Herzlichen Dank für den Erfahrungsbericht, der vielleicht manchen erlebten Misserfolg nachträglich erklären kann.

Die Kakteen haben Herz und Garten erobert

bei unseren Kakteenfreunden Ursula und Hermann Keckevoet. Nicht nur dass ihre Reiselust die beiden immer wieder in Nordamerikanische Kakteenlandschaften führt, wir dürfen im Anschluss daran auch sinnlich und gedanklich daran teilhaben, wenn wir den aus der Reise entstandenen Vortrag in Bild und Ton erleben dürfen. Ob wir ihren angekündigten Bericht über die letztjährige Fahrt gemeinsam genießen können, ist angesichts der aktuellen Situation allerdings sehr fraglich. 
Um so schöner, dass wir als kleinen Trost einen Blick in ihr heimisches Kakteenparadies werfen dürfen. In dem selbst entworfenen und gebauten Kakteenhaus (dazu gibt es bereits einen Bericht auf unserer Webseite) herrscht ein reger Blühwettstreit der verschiedensten Gattungen. Da das Häuschen aus allen Nähten zu platzen drohte, wurde Rasen geopfert und winterharte Opuntien durften sich dort ausbreiten. Beim Beschreiten des neuen Rundweges kommen dann sicher gelegentlich Erinnerungen an die Reisen durch Amerika hoch. Das tut in diesem Corona-Jahr gut und lässt fröhliche Gedanken nicht nur bei den beiden sondern auch bei anderen Kakteenfreunden aufkommen. Herzlichen Dank für die tollen Fotos !

Auch bei unserem Ehrenvorsitzenden

…  blühen die Kakteen, wie man an den beiden beigefügten Bildern sieht. Die Sammlung von Franz Spreckelmeyer ist zwar bunt gemischt, weist aber viele Pflanzen der Gattung Mammillaria auf, die unter seinem 2003 verstorbenen Vorgänger Horst Berk (Gründer und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Mammillarien) quasi als Pflichtbesitz bei den Kakteenfreunden Münster eingeführt wurden. Die „grauen“ Mammillarien sind vielen gut bekannt, aber besonders prächtig sind die, die sich zur Blütezeit mit einem auffällig, pinkfarbenen Blütenkranz schmücken.
Herzlichen Dank für die wunderschönen Fotos.

Die Kleinen zeigen sich von ihrer schönsten Seite …

… teilt uns unsere Kakteenfreundin Monika Müller mit. In ihrem prall gefüllten Anlehngewächshaus wird sie bei der herrlichen Sonne zur Zeit von ihren kleinen, dornigen Sulcorebutien wieder mit leuchtenden, farbenfrohen Blüten verwöhnt. Für sie sind die Blüten der platzsparenden Südamerikaner ein Zeichen purer Lebensfreude. Dass sich diese überträgt, wünscht sie uns allen, gerade in diesen schwierigen Corona-Zeiten. Die Blüten der Sulcos gefallen ihr besonders wegen ihrer intensiven Farben, die dazu oft mit einem seidigen Glanz gepaart sind. Ihre Liebe zu den Kleinen entdeckte sie bei einer Fahrt der Kakteenfreunde Münster zu „De Heerdt“ in Belgien in den 80er oder 90er Jahren. Ihre übermittelten Blütengrüße schließt Monika Müller mit dem Gedanken ab, wie gut es ist, solch ein schönes Hobby zu haben. Mögen alle gesund bleiben oder wieder werden.
Danke für die guten Wünsche !

Mit einem Echinocactus grusonii fing alles an ..

bei unseren Kakteenfreunden Monika und Herbert Sander. Er war schließlich der erste Kaktus, der als kleine Jungpflanze in das vor etlichen Jahren errichtete Gewächshaus einziehen durfte. Wie gut ihm seine neue Heimstatt gefiel, kann man an der Größe, die er heute erreicht hat (siehe Foto hinten in der Mitte neben den Säulenkakteen), sehr gut erkennen. Schade nur, dass dieser von den meisten als „typisch“ angesehene Kugelkaktus erst in noch höherem Alter seine Blütenpracht entfaltet. Aber zum Glück gibt es da ja noch so viele andere Sukkulenten, mit denen man als Ergänzung zur Gartenbepflanzung ein exotisches Ambiente schaffen kann. Wenn dann noch Platz im Kakteenhaus ist, bereitet die Überwinterung auch keine großen Probleme. Herzlichen Dank für diesen virtuellen Besuch bei strahlend schönem Sonnenwetter.

Nachbarschaftlicher Pflanzengruß …

.. von Dr. Klaus Beckmann, der nicht nur zweiter Vorsitzender bei den Kakteenfreunden Münster ist, sondern auch noch als Leiter die Kakteenfreunde Marl betreut. Er zeigt uns drei ganz unterschiedliche Pflanzen, die nicht nur von verschiedenen Gegenden der Erde stammen, sondern auch in ihrer Wuchsform sehr unterschiedlich sind.: die wuchtige Parodia magnifica aus Südamerika, das aus Afrika stammende Pachypodium succulentum und der in Mittelamerika beheimatete Turbinicarpus  lophophoroides. Klaus Beckmann hat sein Hobby breit angelegt und sammelt interesante, sukkulente Pflanzen aus der ganzen Welt. Auch wenn die abgebildeten nicht gerade jetzt und gemeinsam blühen, herzlichen Dank für den schönen Blütengruß zum ersten  Maiwochenende, der Lust macht auf mehr noch mehr Pflanzenpracht in diesem Jahr.

Exotischer Kakteengarten

Unser (nicht nur) Kakteenfreund Ulrich Tragmann hat uns zum neugierig machen ein paar Fotos seines letzten Urlaubes übersandt, den er noch kurz vor der Erklärung der Corona-Pandemie erleben durfte. Die Fotos stammen aus dem Nong Nooch Tropical Botanical Garden in Thailand, der so gar nicht unseren Vorstellungen eines Botanischen Gartens entspricht. Viele, zum Teil fast gleiche Kakteen in geometrischen Mustern gepflanzt vermitteln einen strengen, gestalteten Eindruck, wie er von historischen Schlossgärten in Europa vertraut ist. Im nächsten Jahr wird er uns in einem Bildervortrag über diese Reise und vor allem über seine besonderen Leidenschaft, die sukkulenten Adenium-Arten berichten. Wir freuen uns schon darauf.

Kakteen bei uns im Garten ?

Wer sagt denn, dass man ein Gewächshaus braucht oder im Winter immer die Kübel oder Töpfe hin und her schleppen muss.  Die Pflanze links – an der man eine Vielzahl junger Knospen erkennen kann und auch noch Fruchtreste aus dem letzten Jahr – steht seit fast 20 Jahren frei gepflanzt im Garten. Es gibt eine ganze Reihe von Kakteen, die an ihrem Heimatstandort noch sehr viel niedrigere Temperaturen aushalten müssen als in unseren milden Wintern. Allerdings herrscht dort zumeist ein trockeneres Klima. Also muss man beim Auspflanzen in unseren Breiten je nach Gattung und Art ein paar Kleinigkeiten beachten. Am unempfindlichsten sind die winterharten Opuntien (z.B. O. phaecantha und O. humifusa) , die auch einen wärmeren, verregneten Winter aushalten und uns im Sommer dann mit wunderschönen Blüten und Früchten erfreuen. Der Boden sollte gut dräniert sein (unten im Pflanzloch groben Schutt einfüllen und normalen Gartenboden mit ausreichend grobem Sand oder Splitt vermischt als Pflanzerde nutzen – bitte keine Blumenerde und keine Sonderbehandlung, nicht verzärteln ! Wenn dann die Pflanze auch noch auf einen kleinen Hügel gesetzt wird, damit das Regenwasser leichter abfließen kann, steht einem Erfolg nichts mehr im Wege. In besonders guten Sommern kann es reichlich Früchte geben, die sich in der Küche zu mancher Köstlichkeit verarbeiten lassen.