Eine Reise durch den Jemen

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Das Referat des Gärtnermeisters Ulrich Katz vom Botanischen Garten der Universität Bochum entführte die Anwesenden in eine exotisch anmutende Welt am Südzipfel der arabischen Halbinsel, die auf Grund der politischen Gegebenheiten aktuell praktisch nicht zu bereisen ist. Umso interessanter waren die zahlreichen Details aus der Kultur, der Architektur und den Landschaften, die den botanischen Gehalt des Bildvortrages über seine Reise, die er zu noch sicheren Zeiten 2007 gemeinsam mit seiner Frau durchführen konnte. An den Stationen der Reise orientierten sich die beeindruckenden Fotografien. Die Exkursion startete mit einem mehrtägigen Aufenthalt in der von Lehmhochhausbauten geprägten Hauptstadt Sanaa und führte anschließend unter in jeder Beziehung einfachen Bedingungen mit Jeep und Zelt rund um die Insel Sokotra, die wie eine Reihe weiterer Inseln zum jemenitischen Staatsgebiet gehört. Anschließend führte der Weg zurück zum Festland nach Mukalla, von wo ein Abstecher in das Hadramaut-Gebirge erfolgte, dem sich dann wegen der Unpassierbarkeit des Inlandes die Rückreise zum Flughafen in Sanaa entlang der Küste anschloss. Eingebettet in den kurzweilig gestalteten Vortrag immer wieder Aufnahmen der exotischen, jemenitischen Flora, die auf Grund der extremen klimatischen Bedingungen eine Vielzahl sukkulenter Pflanzen der verschiedensten Gattungen hervorgebracht hat. Darunter waren auch viele endemische Spezies,  die sich durch ein von der Insel Sokotra abgeleitetes Artepitheton zu erkennen gaben. Besonders beeindruckend die immer wieder begeisternden Aufnahmen riesiger Exemplare von Adenium obesum, Dracaena cinnabari und Euphorbia arbusculus neben diversen sukkulenten Spezies z.B. der Gattungen Asclepidiaceae, Burseraceae und Vitaceae.
Das Schlussbild des beeindruckenden Vortrages gibt das wieder, was man dem Referenten dafür nur sagen kann: shukran djazilan = Vielen Dank !
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